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Wer bin ich?

"Um unser Hiersein zu verstehen, schauen wir aus der Gegenwart in verschiedene Schichten unserer Vergangenheit zurück, doch auf diesem Weg zurück berühren wir irgendwann diese geheimnisvolle, unsichtbare und unüberwindbare Mauer, die wir nicht durchbrechen können. Doch genau dort, an diesem Scheideweg, öffnen sich unfassbare, ungestaltete Tiefen. Es ist die Schnittstelle, wo die äussere Schau endet und sich alles Erdgeborene auflöst. Dort offenbart sich etwas, das man nicht verstehen oder in Worten erklären kann.

 

Wir möchten den Ursprung unserer Hierseins kennen, wir möchten uns selbst verstehen und über unseren eigenen Horizont hinausgehen, etwas tief in uns drängt uns, zu erahnen, zu erinnern, es lässt uns nicht in Ruhe. Dieses brennende Bedürfnis entdecken wir plötzlich als unser Lebensziel, doch der Weg wie auch das Ziel sind unbekannt. Es ist eine Art heilige Sehnsucht, die uns treibt, ein erlangen, das ins Gewand der Schöpfung und des Menschseins eingewoben zu sein scheint.

 

In den Herzen der Menschen leuchtet ein erweckender Strahl, eine besondere Sehnsuchtskraft, die sie bewegt, sich selbst zu suchen und zu erforschen. Sie ist die leise Stimme der göttlichen Sonne, der heiligen Allgegenwart, die von der Geburtenschwelle und der sterblichen Macht nie berührt wird. Diese brennende Sehnsucht ist die sanfte, erleuchtende Kraft, die das gebundene Herz tief berührt und liebkost und es an etwas Grenzenloses und Nicht-Denkbares erinnert.

 

Der Mensch selbst ist tatsächlich eines der grössten ungelösten Rätsel und in seiner Komplexität kaum fassbar und erklärbar. Menschsein ist etwas Universelles, Unbegrenztes und Gewaltiges. Wenn auf dem Weg der grossen Klärung und Erlösung das Blickfeld erleuchtet wird, dann erhebt sich unser Sehen ber alles Sterbliche  hinaus und wir entdecken die Kostbarkeit unseres wahren heiligen Daseins." 

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